Leben wir in einer
Demokratie oder einer Lobbykratie?
1.Dieselskandal
Die Automobilindustrie hat gelogen, betrogen, gefälscht in
einer Art und Weise, wie viele es sich nicht vorstellen konnten.
Was waren die Folgen? Nichts. Die Kanzlerin lud zum Gipfelgespräch.
Außer dem Versprechen die Software zu ändern, ist nichts passiert. Keine
Entschuldigung von Seiten der Manager, nichts. Anscheinend ist Betrug das Selbstverständlichste
von der Welt für diese Herren.
In den USA sind einige der Manager strafrechtlich verfolgt
worden. In Deutschland darf man anscheinend ab einem bestimmten Einkommen lügen
und betrügen.
2. Abschalten von Braunkohle Dreckschleudern
Im Jahr 2015 wollte der damalige Wirtschaftsminister Sigmar
Gabriel etwas für die Umwelt tun und die schlimmsten Braunkohle Dreckschleudern
abschalten.
Damit stieß er auf den erbitterten Widerstand der deutschen
Kohlemafia. Dazu gehören die Betreiber, in diesem Fall RWE, die Gewerkschaften
hier die
IG BCE und die Politik hier die NRW SPD in Person von
Hannelore Kraft.
Es wurde ein erheblicher Druck auf Sigmar Gabriel ausgeübt,
so dass er schließlich den Schwanz einkniff und klein beigab.
Braunkohle Strom verstopft weiterhin die Stromleitungen und
überschwemmt unsere Nachbarn mit billigem Strom anstatt den Erneuerbaren den
Vorrang zu geben.
Eine weitere Folge: Deutschland wird die gesetzten
Klimaziele ( die Treibhausgasemissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 40
Prozent zu reduzieren) nicht erreichen.
3. Zuckerindustrie verhindert die Lebensmittelampel
In Deutschland
und der EU gibt es immer mehr übergewichtige Menschen. Schon über die Hälfte
der europäischen Bevölkerung ist übergewichtig oder sogar fettleibig. Schon
Kinder sind davon betroffen. Das führt zu vielen Erkrankungen, zum Beispiel
Diabetes.
Für den
Verbraucher ist es schwierig, aus der Fülle der angebotenen Lebensmittel die
auszusuchen, die gut für seine Gesundheit sind.
Der Grund: Die
Lebensmittelindustrie entwickelt immer mehr Speisen, die im hohen Maße Fett und
Zucker enthalten (das sind die typischen Dickmacher).
Eine einfache
Möglichkeit wäre die sogenannte Lebensmittelampel. Die Farben grün, gelb und
rot signalisieren gesund, nicht so gesund und ungesund.
Im August 2009
forderten die gesetzlichen Krankenkassen die Bundesregierung und die für die
Bereiche Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz zuständigen
Europa-Politiker auf, sich für die Kennzeichnung von Lebensmitteln anhand des
Ampel-Systems einzusetzen. In dem
offenen Brief schrieben sie unter anderem: „Die Intransparenz über die
Zusammensetzung eines ständig wachsenden Lebensmittelangebots und die
hinzukommenden irreführenden Werbeversprechen der Hersteller konterkarieren
unser Engagement für einen gesunden Lebensstil“
Im März 2010
forderten Vertreter des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte sowie der
Vereinigung der europäischen Kinderärzte die Einführung des Ampel-Systems. An
die Abgeordneten des EU-Parlaments schrieben sie unter anderem: „Wir bitten Sie
dringend, nicht nur die Interessen der Nahrungsmittelindustrie zu unterstützen“.
Leider hat die
Lobby der Lebensmittelhersteller in Brüssel sehr viel Einfluss. Im Juni 2010
stimmte das EU-Parlament gegen eine farbige Kennzeichnung. Regelungen bleiben
nun den Herstellern überlassen.
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